Juli 2019

Färbversuch hat wichtige Erkenntnisse gebracht

Im Rahmen eines Färbversuchs wurde am Freitag, 26. Juli 2019, das Wasser im Entlastungsgraben auf der Plaine Morte grün eingefärbt. Bereits nach eindreiviertel Stunden war das grüne Wasser beim Gletscherportal angelangt. Damit konnten ohne näheren Abklärungen bereits die wichtige Erkenntnis gewonnen werden, dass sich das aus dem See ausfliessende Wasser nicht unterirdisch in einem neuen See oder einer Gletschertasche sammelt, sondern auf ziemlich direktem Weg ins Tal fliesst. Im Gletschersee selbst befinden sich zurzeit in etwa noch 900’000 Kubikmeter Wasser, also deutlich über die Hälfte weniger als bei Maximalstand. Trotzdem ist die Gefahr eines plötzlichen Auslaufens mit nachfolgender Flutwelle noch nicht gebannt und es ist weiterhin grosse Vorsicht im Gewässerraum geboten.

Färbversuch Gletscherabfluss

Am Freitag, 26. Juli 2019 wird beim Gletschersee ein Färbversuch durchgeführt. Damit erhofft man sich Erkenntnisse über den Lauf des Wassers aus dem Entlastungsstollen. Dabei können sich verschiedene Gewässer (Trübbach, Simme etc.) grünlich verfärben. Die Farbe ist für Mensch und Umwelt völlig ungefährlich.

Seepegel sinkt, Gefahr jedoch nicht gebannt.

Der Pegel des Gletschersees sinkt stetig und hat sich bereits um mehrere Meter vermindert. Im Abflussverhalten des Trübbachs ist dies jedoch nicht eindeutig sichtbar. Es wird nun geprüft, ob ein Färbversuch hier Klarheit schaffen kann. Ein Ausbruch des Sees ist trotz der Überwachungsmassnahmen nicht voraussehbar. Es ist deshalb im Gebiet entlang des Trübbachs im Tierbergtäli und im Rezliberg sowie im weiteren Verlauf auch an der Simme erhöhte Vorsicht geboten. Von einem Aufenthalt in den Gewässern wird aufgrund der Flutwellengefahr dringend abgeraten.

Überlaufsystem angelaufen

Der Gletschersee hat den Pegel erreicht, bei dem das Wasser in den Entwässerungsgraben läuft. Das Überlaufsystem funktioniert zurzeit wie erwartet. Es bleibt nun abzuwarten, ob sich der See beim heutigen Stand einpegelt.