Archiv

Update 17.08.2020 07:00

Der Gletschersee hat sich am Sonntag, 16.08.2020, bis auf ein Niveau entleert, welches als vernachlässigbar erachtet werden kann. Durch das diesjährige Auslaufen sind verhältnismässig geringe Schäden an der Verbauung im Rezliberg entstanden. Der Geschiebetransport wurde dadurch gefördert und aus dem Geschiebesammler Oberried mussten zusammen mit den Ablagerungen des Unwetters vom 30. Juli 2020 rund 13’000 m3 Material entnommen werden.

Update 10.08.2020 07:00 Uhr

Seit den frühen Morgenstunden vom 07.08.2020 läuft der Gletschersee über das im 2019 erstellte Entwässerungssystem aus. Der Seepegel hat sich inzwischen von maximalen 15.83 m auf 7.43 m gesenkt und sinkt weiterhin stetig. Ab sofort sind wieder alle Berg- und Wanderwege geöffnet.

Update 08.08.2020 09:00

Seit den frühen Morgenstunden vom 07.08.2020 läuft der Gletschersee über das im 2019 erstellte Entwässerungssystem aus. Der Seepegel hat sich inzwischen von maximalen 15.83 m auf 8.55 m gesenkt. Der Wasserstand senkt sich weiterhin stetig. Dennoch besteht weiterhin die Gefahr eines plötzlichen Wasserabgangs. Es kann deshalb zu Hochwasser und Flutwellen in Trübbach und Simme kommen. Vom Aufenthalt im gefährdeten Gewässerraum wird deshalb dringend abgeraten. Der Bergweg Fluhsee-Tierbergtäli ist gesperrt. Der Wanderweg Rezliberg-Langermatte ist wieder geöffnet und kann mit der nötigen Vorsicht bei Gewässerquerungen begangen werden. Bevölkerung und Gäste werden gebeten, die Hinweise zu beachten.

Gletschersee läuft aus

In den frühen Morgenstunden von heute 07.08.2020 hat das Alarmsystem auf dem Gletscher einen Rückgang des Seepegels gemeldet. Der Wasserstand senkt sich weiterhin stetig und das im 2019 erstellte und während den letzten Wochen maschinell bearbeitete Entwässerungssystem  ist nun angesprungen. Dennoch besteht weiterhin die Gefahr eines plötzlichen Wasserabgangs.  Trübbach und Simme können Hochwasser und Springfluten bringen. Die Berg- und Wanderwege Fluhsee-Tierbergtäli und Rezliberg-Langermatte sind gesperrt. Auf den Wanderwegen Rothenbach-Simmenfälle entlang der Simme ist Vorsicht geboten.  Im und um den Gewässerraum von Trübbach und Simme besteht höchste Gefahr.  Bevölkerung und Gäste werden dringend gebeten, die Hinweise zu beachten!

Erneuter Einsatz am Kanal

Zurzeit befinden sich rund 1.45 Mio. Kubikmeter Wasser im See. Durch die kalte Witterung in den letzten Tagen hat sich der Seepegel um rund 40 cm gesenkt. Die Fachleute gehen davon aus, dass dies sehr langsam über den Kanal, jedoch unter der Schneedecke erfolgt ist. Es befindet sich im Moment immer noch ein Hochpunkt im Kanal welcher nicht überströmt wird, weshalb der Auslauf nicht zügiger erfolgt. Am Montag soll deshalb ein Einsatz mit einer Motorspritze der Feuerwehr erfolgen, um diese Barriere mit Hochdruck zu entfernen resp. einen schmalen Graben hinein zu ritzen, welcher im Anschluss durch das Wasser aufgeweitet wird. Mit der nun folgenden wärmeren Witterung wird auch wieder vermehrt Schmelzwasser in den See laufen. Der Pegel wird deshalb wieder… Weiterlesen »Erneuter Einsatz am Kanal

Maschineneinsatz abgeschlossen

Der Maschineneinsatz am Entwässerungskanal des Gletschersees ist erfolgreich abgeschlossen worden. Der Kanal wurde vom Schnee befreit und der See kann sich – nach Erreichen des Pegels – über diesen Kanal entleeren. Das Bild von Schwellenmeister Fredi Bowee zeigt eindrücklich die Dimensionen des Kanals. Das darauf sichtbare Wasser ist zurzeit vor allem Oberflächen-Schmelzwasser, welches seitwärts in den Kanal strömt.

Maschineneinsatz am Entwässerungssysstem

Das Seevolumen im Faverges-See beläuft sich zurzeit relativ stabil auf rund 1.3 Mio. m3 Wasser. Zurzeit ist das im letzten Jahr erstellte Entwässerungssystem noch nicht angesprungen. Das zuständige Gremium – zusammengesetzt aus Fachleuten, kantonalen Fachstellen und Instanzen von Schwellenkorporation und Einwohnergemeinde – hat deshalb bereits letzte Woche entschieden, einen Maschineneinsatz vorzunehmen. Am Samstag wurde dabei bei einer ersten Sondiergrabung ein grosser Teil des am 10. Juli 2020 eingebrachten Färbmittels gefunden und praktisch en bloc wieder entfernt. Bei der Sondierung wurde auch festgestellt, dass die zähe Schneematschmasse auf dem Kanalgrund nur zögerlich von selbst in Gang kommt. Deshalb wird nun der Kanal mit dem Schreitbagger auf einer Länge von rund 200 m bis auf eine Tiefe von ca. 5 m vom… Weiterlesen »Maschineneinsatz am Entwässerungssysstem

Aktuelle Tätigkeiten

Zu den aktuellen Tätigkeiten und Herausforderungen hat Bruno Petroni im Berner Oberländer vom 22. Juli 2020 einen anschaulichen und leicht verständlichen Bericht verfasst: https://www.berneroberlaender.ch/hoffen-auf-den-wasserdruck-des-sees-829543043857

Färbversuch beim Gletschersee

Am Freitag, 10. Juli 2020 wurde beim Gletschersee auf der Plaine Morte wie im letzten Jahr ein Färbversuch durchgeführt. Damit erhoffte man sich Erkenntnisse über den Lauf des Wassers aus dem See und dem Entwässerungssystem.  Für den Versuch wurde im noch von kompaktem Schnee bedeckten Kanal eine Bohrung bis in rund 10 Meter Tiefe vorgenommen. Dabei konnte festgestellt werden, dass im untersten Bereich die Schneebeschaffenheit relativ weich war. Beim Einbringen des Färbmittels zusammen mit mehreren hundert Litern Wasser wurde zudem beobachtet, dass dieses sehr schnell abfloss. Die Fachleute erwarten deshalb, dass der im letzten Jahr erstellte Kanal nach Abschmelzen der Schneedecke funktionieren wird. Dies obwohl keine sichtbare Färbung des Wassers beim Gletschertor erkennbar war. In einer zweiten Phase wird nun versucht, die Abflussgeschwindigkeit im… Weiterlesen »Färbversuch beim Gletschersee

Gletschersee füllt sich

Der Favergesee füllt sich stetig. Der Pegel steigt pro Tag um ca. 40-50 cm an. In den nächsten Tagen wird der Höchststand erreicht sein, bei dem das Entwässerungssystem anspringen soll. Mehrere durchgeführte Sondierungen beim Kanal deuten darauf hin, dass dieser – vorallem an engen Stellen – nur oben verfüllt ist und unten das Wasser zirkulieren kann. Der Schnee ist durchlässig und es ist davon auszugehen, das an gewissen Passagen bereits Schmelzwasser fliesst, womit auch der Abfluss des Sees möglich sein wird.